Einsätze
  Freiwillige Feuerwehr Grünhainichen     Gerätehaus     Technik     Dienste     Kameraden     Jugendfeuerwehr     unsere Löschzwerge     Gästebuch     Events  
2004 und davor
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
Allgemein:
Startseite
Witze
Spiele
Förderverein
Bürgerinformationen
Chronik
Links
Partnerwehr
Sponsoren
Kontakt
Impressum

Einsatz 21.08.2011

21.-22.08. Brand von Gebäuden in ehemaligem Steinbruch

Die Wehren Waldkirchen und Zschopau wurden um 23.37 Uhr alarmiert, die Wehr Grünhainichen wurde wenige Minuten Später alarmiert. Bei Waldkirchen brannte ein altes Gebäude in einer Steinbruchanlage. Bei Eintreffen stand ein Objekt in Vollbrand und das Feuer griff auch auf umliegende Schuppen über. Durch den Aufbau einer langen Wegestrecke und im Pendelverkehr mit den wasserführenden Fahrzeugen wurde die Löschwasserversorgung gewährleistet. Dazu mussten auch die Gleiße der Erzgebirgsbahn überquert werden. Besondere Probleme bereitete ein Wespennest in Brandherdnähe. Mehrere Einsatzkräfte wurden von den Insekten gestochen, so dass sogar ein RTW vor Ort kommen musste, die Kameraden wurden im Krankenhaus ambulant behandelt. Eine anfangs verschlossene Stahltür musste mit einer Flex geöffnet werden. Der Einsatzleitung kam nach dem Öffnen des Objektes eine dickflüssige braune Masse mit dem Löschwasser entgegen geflossen. Diese stellte sich als Maschinenöl heraus. Da mit normalem Bindemittel kein Saugerfolg verzeichnet werden konnte wurde mit Hilfe eines Radladers ein Erdwall aufgeschoben. Das angesammelte umweltgefährliche Gemisch wurde von einer Umweltschutzfirma aufgesaugt. Ein zweites Fahrzeug der Firma hatte auf der Anfahrt in Gornau selbst einen Unfall und fiel dadurch aus. Um die Einsatzkräfte, die die ganze Nacht gekämpft hatten abzulösen, wurden später die Wehren Witzschdorf und Gornau nachalarmiert. Außerdem im Einsatz war der GW Atemschutz. 33 PA Flaschen und mehr als 60 B- Schläuche wurden verbraucht.


Hoher Sachschaden bei Brand im Steinbruch
Polizei schließt Brandstiftung nicht aus

Gornau/Waldkirchen. Auf mehrere Zehntausend Euro wird von der Polizei der Schaden geschätzt, den der Brand im Gerätehaus des Steinbruchs zwischen Waldkirchen und Gornau verursacht hat. Die Polizei ermittelt. Brandstiftung könne nicht ausgeschlossen werden, sagte Polizeisprecherin Heidi Hennig.

Das Feuer, das am Sonntag vor Mitternacht ausbrach, griff von dem Fachwerkhaus mit dem altem Brecherwerk auch auf Nebengebäude über. Das Gerätehaus brannte vollständig nieder. Die Flammen seien bis zum Oberdorf in Waldkirchen sichtbar gewesen, sagte Ortsvorsteher Gunther Kaden. Die Löscharbeiten, bei denen mehr als 80 Kameraden von sechs Wehren im Einsatz waren, dauerten bis gegen 6 Uhr. Die S 235 musste deshalb bis 8 Uhr am Montagmorgen voll gesperrt werden.

Gefahr durch Öl für Truschbach

Erschwerend sei hinzugekommen, dass infolge der Hitze Fässer zerborsten und darin befindliches Öl mit dem Löschwasser fortgelaufen ist. Deshalb musste noch die Feuerwehr aus Lengefeld mit ihrer Technik zur Ölabwehr gerufen werden, schilderte Mike Hildebrandt. Der Zschopauer Wehrleiter leitete den Einsatz. Vor Ort waren Mitarbeiter eines Umweltdienstes und des Umweltamtes. Denn es bestand die Gefahr, dass das ölhaltige Löschwasser in den Truschbach fließt, so Jutta Leonhardt. Die Feuerwehr habe einen Erdwall auf dem Grundstück und ein Ölsperre im Truschbach errichtet, schildert die Sprecherin des Landratsamtes weiter und lobte das umsichtige Handeln der Feuerwehren. Eine Fachfirma habe bis Montag 9 Uhr das restliche Öl abgesaugt. Kontrollen hätten keine relevante Ölbelastung im Gewässer ergeben. Es werde weiter geprüft, um eventuelle Ölreste noch zu binden.

Schwierig sei es zudem gewesen, Löschwasser an den Brandherd zu bringen, so Hildebrandt. Wasser wurde aus der Zschopau entnommen, dazu die Schläuche über die Bahnschienen gelegt. Das ist jedoch nur bis 4 Uhr möglich gewesen, da dann wieder die ersten Züge rollten. Bis dahin war der Brand unter Kontrolle, dass das Wasser aus einem Hydranten zum Ablöschen reichte.

Der Dittmannsdorfer Steffen Weißbach, der mit seinem Bruder den Steinbruch besitzt, erfuhr in seinem Urlaubsort vom Feuer und fuhr in der Nacht zurück und an den Brandort: "Das alles trifft mich ganz schön. Zu dem hohen Sachschaden kommt der ideelle Wert. Denn so ein altes Brecherwerk gibt es in der Region gar nicht mehr."

Der Steinbruch ist seit 1933 in Familienbesitz, bis auf eine Pause während des Krieges wurde dort bis 1996 immer Gestein abgebaut. Derzeit ist der Steinbruch an die Ard Baustoffwerke GmbH & Co KG Venusberg verpachtet. Doch das Unternehmen nutze ihn gegenwärtig nicht. "Das gibt die Marktlage nicht her", begründete Ard-Niederlassungsleiter Jürgen Pahs.

Was für die Polizei derzeit nur eine Möglichkeit ist, steht für Steffen Weißbach hingegen fest: "Ich bin mir sicher, dass es Brandstiftung war. Denn das Feuer ist nicht dort ausgebrochen, wo die Technik steht." Seit Monaten habe es auf dem Gelände immer wieder Einbrüche gegeben, den letzten erst vor vier Wochen. "Anfangs habe ich das der Polizei gemeldet, zuletzt habe ich keinen Sinn mehr darin gesehen." Weißbach habe deshalb Türen und Fenster sogar zugemauert.

Leerrohr dringend erforderlich

Ortsvorsteher Kaden und der Waldkirchner Wehrleiter Steffen Seidel verdeutlichten, dass der Brand gezeigt habe, wie dringend ein Leerrohr unter dem Gleisbett für Feuerwehrschläuche erforderlich sei. Bisher sei man bei der Bahn nicht weitergekommen. Lutz Mehlhorn, Sprecher der Erzgebirgsbahn, sagte am Montag auf Anfrage, dass es solche Leerrohre schon an anderen Stellen gebe. Bei einer schriftlichen Anfrage werde die Bahn das Anliegen prüfen und bei einer Streckensperrung versuchen mit einzuordnen.

Bilder vom Einsatzgeschehen